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[ der Privatmensch ]
Über Ataris, PCs und mehr:
So etwas ist ein richtiger Fan... Ich bettelte meine Mama um sagenhafte 9.500 Ostmark an, um im Jahre 1988 einen gebrauchten 130XE zu kaufen, der zu der Zeit DM 199 wert war. Mein Wunsch wurde mir erfüllt und ich war der glücklichste Junge der Gegend - zahllose Nächte wurden nun damit verbracht, dem 600bps-Datenrekorder beim Laden eines der klassischen Spiele in unter 15 Minuten zuzuhören. Bald hatte ich den Dreh raus, und mit der Hilfe von ein paar raubkopierten Zeitschriften und Büchern begann ich zu programmieren - Basic, Turbo Basic, Pascal, Forth und letztendlich in 6502C-Assembler. Die tollsten Spiele kamen zu dieser Zeit von einem Untergrundmarkt in Polen, aber die meisten Programmierer hatten gemeine Kopierschutzmechanismen auf Ihren Disketten genutzt. So hatte ich also meine Aufgabe gefunden und ich schaffte es tatsächlich, diese Schutzmechanismen zu entschlüsseln, indem ich direkt auf den Disketten-Sektoren mit Hex-Editoren umherhackte. Ich hatte mich auch sehr gern mit Code-Optimierungen beschäftigt, da die 8-Bit-Ataris wunderbare Maschinen mit revolutionären Grafikchips im System waren, die recht empfindlich in Sachen Maschinenzyklen-Benutzung bei horizontaler under vertikaler Bildschirm-Synchronisation waren. Sobald ich ein wenig Platz habe will ich mir wieder einen kaufen... einfach nur aus Spaß! Ich habe mich nie so richtig für das Programmieren von 16- und 32-Bit-PCs erwärmt. Meine Code-Optimierungsfähigkeiten waren nicht mehr gefragt in einer Zeit, in der Hardware sehr schnell billiger wurde und aufgeblähte Software dem optimierten Code den Rang ablief. Ich wurde jedoch ein recht großer Experte in Hardware-Angelegenheiten und ich habe mir so manches Geld während des Studiums verdient, indem ich PCs und Zubehör zusammensetzte oder reparierte. Heute benutze ich diese Fähigkeiten nicht mehr allzu oft, aber es ist schon praktisch, wenn man sich nicht von einem blöden Telefon-Berater über's Ohr hauen lassen muß und um richtige Antworten von der Chefetage bitten kann. Für jemanden mit etwas mehr Erfahrung wie mich sind Computer-Netzwerke ein fantastisches Arbeitsgebiet, da strukturiertes und abstraktes Denken in Kombination mit vielen grundlegenden allgemeinen Computerkenntnissen gefragt sind. Heutzutage verdiene ich sogar mein Geld mit dem Design und der Implementierung von Telefon-, Video-, Daten- und Sicherheits-Netzwerkl?ungen. Es ist ein schönes Gefühl, die Infrastruktur-Person im Team zu sein - obwohl man selten derjenige ist, der die öffentliche Anerkennung bei weit sichtbaren Projekten bekommt, kann man sich des großartigen Gefühls erfreuen zu wissen, daß alles wohl zum großen Teil nur aufgrund des eigenen Beitrages funktioniert. |
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